Vom Sorgenkind zum Mutmacher

Allgäuer Zeitung 04.11.2022 - Bericht zur Ausstellung "Harlekin-Nachsorge Kaufbeuren" im Foyer der Kulturwerkstatt - von Birte Mayer

Freuen sich über die Harlekin-Ausstellung: Mutter Lisanne Anders (hinten links) mit ihrem Partner und den Kindern Emily und Jonas (vorne) sowie Cornelia Schunke (Betreuerin der Ausstellung, hinten rechts), Simone Dopfer (vorne links) und Thomas Garmatsch (vorne rechts) von der Kulturwerkstatt. Foto: Birte Mayer

Seit 15 Jahren unterstützt die Harlekin-Nachsorge Kaufbeuren Familien mit Frühgeborenen beim Übergang aus der Klinik nach Hause. Zum Jubiläum gibt es eine Fotoausstellung, die nun in der Kulturwerkstatt zu sehen ist.

Mut machen und Sicherheit geben – so kann man die Arbeit der Harlekin-Nachsorge Kaufbeuren kurz zusammenfassen. Dieses Angebot, das sich an früh- und risikogeborene Kinder und deren Familien richtet, besteht in Kaufbeuren seit nunmehr 15 Jahren. In Kooperation mit der Kinderklinik Kaufbeuren unterstützt und begleitet die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren betroffene Familien nach dem Klinikaufenthalt in ihrem Zuhause. Das Jubiläum nahm das Harlekin-Team zum Anlass, mit der Fotoausstellung „Mut machen“ Interessierten einen Einblick in ihre Arbeit zu geben und auf sich aufmerksam zu machen. Derzeit gastiert die Wanderausstellung in der Kulturwerkstatt Kaufbeuren.

Zu sehen sind Bildcollagen der Kaufbeurer Fotografin Stefanie Giesder, die betroffene Kinder in ihrer Entwicklung bildlich begleitete. Da das Kinder- und Jugendtheater auch eng mit der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren zusammenarbeitet, hatte es am vergangenen Samstag alle beteiligten Familien des Fotoprojektes zur Premiere ihres neuen Kinderstückes „Maus und Mafu auf Reisen“ eingeladen.

Für die Kinder, Eltern und Geschwister war es ein vergnüglicher Theaternachmittag. Besonders schön für alle Besucherinnen und Besucher war es, zu erleben, wie aus den einstigen „Sorgenkinder“ kleine, lebensfrohe Persönlichkeiten geworden sind.

Cornelia Schunke, Psychologin in der Kinderklinik und ehrenamtliche Betreuerin der Ausstellung, berichtete, dass die Eltern die Arbeit von Harlekin als sehr wertvoll erleben. Auf der Kinderstation des Klinikums beispielsweise hilft die fotografische Dokumentation der positiven Entwicklung von Frühchen den aktuell betroffenen Familien, zuversichtlicher in die Zukunft zu blicken.

Auch Eltern, die in der Vergangenheit von Harlekin betreut wurden, lobten die fachliche Begleitung sehr. „Es war einfach schön, nicht alleine zu sein“, berichtete Zwillingsmama Lisanne Anders. Schunke freute sich, dass die Ausstellung so gut angenommen wird. „Viele wissen gar nicht, dass es dieses Angebot gibt“.

Noch bis Dienstag, 15. November, befindet sich die Fotoausstellung in den Räumen der Kulturwerkstatt Kaufbeuren. Danach soll die Schau in der Sparkasse Neugablonz gezeigt werden.

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Allgäuer Zeitung 04.11.2022 - Bericht zur Ausstellung "Harlekin-Nachsorge Kaufbeuren" im Foyer der Kulturwerkstatt - "Vom Sorgenkind zum Mutmacher"

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